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Bauchspeicheldrüsenkrebs


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Hintergrund

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist eine seltene und eine der wohl aggressivsten Tumorarten. Da der Tumor in der Regel schnell wächst und selten im Anfangsstadium entdeckt wird, verläuft diese Art der Krebserkrankung häufig tödlich (Clinic, 2017). Weltweit war das Pankreaskarzinom 2012 die siebthäufigste Todesursache und wird Schätzungen zufolge 2030 weltweit sogar die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache sein (Rahib L, kein Datum). In Österreich erkrankten im Jahr 2015 1.757 Menschen an einem Pankreaskarzinom (Statistik Austria). Die Zahl der jährlichen Todesfälle ist ähnlich hoch. Dabei sind Frauen und Männer ungefähr gleich häufig von dieser Krebsart betroffen (Statistik Austria). Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 71 Jahren und für Frauen bei 75 Jahren (Institut, 2015). Da sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs durch die Symptome häufig erst so spät bemerkbar macht, ist lediglich bei 10 % bis 20 % der Patienten noch eine Operation möglich, um den Tumor zu entfernen. Die Rückfallquote nach einer Operation mit dem Ziel der teilweisen oder ganzen Entfernung der Bauchspeicheldrüse ist hoch. (Berger, 2008)

Ursachen

Die Gründe für das Auftreten von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind bisher ungeklärt, aber es gibt Faktoren, die das Risiko erhöhen. Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum und starkes Übergewicht gehören dazu. Aber auch Krankheiten wie eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Typ-2-Diabetes können dazu beitragen. Offenbar spielen auch genetische Faktoren eine Rolle. (Society, kein Datum), (Onkologie, 2014)

Typische Symptome

Im frühen Stadium verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs nur selten Beschwerden. Wenn der Krebs wächst, können verschiedene Symptome auf die Erkrankung hindeuten: (Krebsgesellschaft, kein Datum), (Onkologie, 2014)

  • Schmerzen im Oberbauch oder Rücken
  • Gewichtsverlust
  • Appetitmangel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verdauungsstörungen (Durchfall, Fettstuhl)
  • Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel
  • Diabetes

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Quelle: Shire, modifiziert nach „10 Warnsignale des Bauchspeicheldrüsenkrebses“, European Multi Stakeholder Platform on Pancreatic cancer, 2015

Diagnose

Für die Diagnose werden zunächst unterschiedliche bildgebende Verfahren eingesetzt. Da die Bauchspeicheldrüse durch einen Ultraschall von außen nicht optimal zu erkennen ist, wird häufig eine sogenannte Endosonographie durchgeführt. Dies ist ein Ultraschall von innen. Für diese Untersuchung schluckt man einen kleinen Schlauch mit einer Ultraschallsonde. Auch durch eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) kann der Arzt die Bauchspeicheldrüse sehen. Oft kombiniert der Arzt eine Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) mit einer MRT. Die MRCP basiert auf derselben Technik wie eine MRT. Auch andere Untersuchungsmethoden können zum Einsatz kommen. Im Rahmen einer Gewebeuntersuchung im Krankenhaus wird geprüft, ob es sich bei dem entnommenen Gewebe tatsächlich um Krebs handelt. (Krebsinformationszentrum, kein Datum)

Behandlung

Durch die vollständige Entfernung des Tumors im Rahmen einer Operation kann der Bauchspeicheldrüsenkrebs langfristig geheilt werden. Allerdings nur, wenn der Tumor noch keine Metastasen gebildet hat oder zu weit fortgeschritten ist. (Walker E.J., 2014) Nach einer vollständigen Entfernung des Tumors folgt eine Chemotherapie mit dem Ziel, das Rückfallrisiko zu minimieren. Hat der Tumor bereits Metastasen gebildet, eignen sich andere Therapiestrategien besser als eine Operation. Ziele sind dann, die Erkrankung in Schach zu halten, Schmerzen zu lindern und so lange wie möglich ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Im Mittelpunkt der weiteren Behandlung steht üblicherweise eine Chemotherapie. (Krebsinformationszentrum, kein Datum)

Patientenselbsthilfe


Selbsthilfegruppe für Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Michaela Hartenstein
Tel: 0664 466 45 92
E-mail: office@selbsthilfe-pankreaskarzinom.at
www.selbsthilfe-pankreaskarzinom.at

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